Die schlimmsten Fashion-Fails der Filmfestspiele von Cannes

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In Cannes treffen sich die Schönen und Reichen. Jeder der etwas auf sich hält, zeigt, was er zu bieten hat – egal ob Geld, teure Autos oder die Couture der angesagtesten Designer. Das die Stars, die Reichen und die Promis aber nicht immer in die modische Trickkiste greifen, sondern gern mal voll daneben schlagen, das wissen wir seit den total verhunzten Schönheitsoperationen, falsch aufgespritzten Lippen, abrasierten Haaren und Federkleidern, die an Tiffy aus der Sesam Straße erinnern. Doch was waren die wirklich schlimmsten Fashion-Fails der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes? Dieser Artikel will euch mit auf eine Reise ins Land der modischen Absurditäten nehmen.

Emmanuelle Seigner – Ein Albtraum in Rot

Ich muss zugeben, dass ich – bevor ich das Bild von Emmanuelle Seigner in ihrem roten Kleid zum ersten Mal gesehen hatte – überhaupt keine Ahnung davon besaß, dass es diese Frau überhaupt gibt. Für alle, denen der Name auch jetzt noch nichts sagt, sei festgestellt, dass die ehemalige Schauspielerin die Frau von Roman Polanski ist. Polanski ist durch Filme wie Rosmarys Baby und Der Pianist bekannt geworden, hat in den letzten Jahren aber vor allem durch negative Aspekte von sich reden gemacht – denn angeblich soll er vor einigen Jahrzehnten eine Minderjährige sexuell missbraucht haben. Natürlich kann nichts mit einem solch schrecklichen Verbrechen verglichen werden, aber das Kleid von Emmanuelle Seigner war trotzdem ein echter Fashion-Fail. Seigner trug ein rotes Seidenkleid mit einem Ausschnitt, der kurz über dem Bauchnabel aufhörte und seitlich so lang eingeschnitten war, dass sogar Seigners Unterwäsche zu sehen war. Mancher Mann mag jetzt denken: Na und! Sexy Frauen mit einem Hauch von nichts – das ist doch Klasse. Meiner Meinung nach trifft dieses Aussage aber nicht unbedingt für Frauen Mitte vierzig zu. Auch sie können wunderbare Figuren haben und junge Mode tragen – keine Frage. Allerdings ist einigen Frauen – und hierzu gehört Emmanuelle Seigner – doch angeraten, mit etwas modischer Würde auf die Veränderungen des Körpers zu reagieren. Oder der Männerwelt wenigstens ein bisschen Fantasie übrig zu lassen, anstatt gleich alles zu enthüllen.

Jessica Biel – Who killed the Swan?

Ich war schockiert, als ich Jessica Biels Kleid zur Premiere von Inside Llewyn Davis vor die Augen bekam. Auf den ersten Blick ein wunderschönes Kleid, dass ganz auf der Welle der beliebten ornamentalen Verzierungen schwimmt und damit eigentlich voll im Trend liegt. Auf den zweiten Blick allerdings (der Blick von der Hüfte abwärts) offenbart sich Schreckliches. Das Unterkleid schien nämlich komplett aus dichtem Federkleid von Schwänen zu stammen. Dies ist aber lange noch nicht das Ende vom Lied. An den Seiten des Unterkleides standen die verlängerten Flügelspitzen eines Schwanes fast bis zu den Knöcheln der Schauspielerin heraus. Das Kleid ist so täuschen echt verarbeitet (oder wirklich echt?), dass man glatt denken könnte, Biel habe sich bis zur Hüfte in das Präparat eines Schwanes hineingezwängt. Meiner Meinung nach war dieses Outfit ein absolutes No-Go. Das denke ich nicht, weil ich ein besonders inniges Verhältnis zu Tieren habe, sondern weil dieses Kleid tatsächlich martialische Fantasien bedient oder anregen kann.

Bai Ling – Was ist nur mit dir passiert?

Bai Ling hat mich früher bezaubert – nun ist es das zweite Mal, dass ich sie auf einer Liste der schlimmsten Fashion-Fails führen muss. Zur Premiere von Behind the Candelabra trug die chinesisch-amerikanische Schauspielerin schwarze Hosen mit Totenköpfen und ein bauchfreies Oberteil mit überspitzen, herausragenden Schultern. Auf einer Halloween-Party mag so ein Outfit gut ankommen – für Filmfestivals ist es allerdings denkbar ungeeignet.

Da die Liste der Fashion-Fails von Cannes 2013 noch um einiges länger ist, werden wir in einem zweiten Artikel noch detaillierter auf andere Modesünden eingehen.

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