Maxikleider 2012
 

Alle Jahre wieder in: das Hippie Kleid 2018

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Regelmäßig taucht es in den Frühjahrs- und Sommerkollektionen der Modemacher und Versandhäuser auf – das Hippie Kleid. Oder andersrum: es ist eigentlich nie ganz weg. Zu schön sind die wallenden, flatternden Kleider, am besten großgeblümt in fröhlichen Farben.

Geblümte Mode wie in den Siebzigern

Hippie Kleider stehen so gut wie jeder Frau jederzeit. Auch was das Lebensalter angeht, ist das Hippie Kleid flexibel.

Jede ist so jung, wie sie sich fühlt. Solange frau den dazugehörigen Geist des Flower Power ausstrahlt, sollte sie mindestens eine der Blumenroben im Kleiderschrank haben.

Wenn Du keines der oft aus Indien stammenden bunten, langen Kleider mehr im Schrank hast und jetzt auf der Suche nach dem richtigen Outfit bist, wirst Du im Internet fündig. Ob Baumwolle oder Seide, ob preiswert oder edel, eine große Bandbreite der geblümten Kleider ist zur Zeit zu haben.

Wir haben die 12 schönsten Modelle herausgesucht und wollen Dir hier vorstellen, was sich online finden lässt!

Sisters Point Kleid Laust

Hippie Kleid Sisters Point

Bei Aboutyou.de gefunden das schöne, flatternde Kleid in Mischfarben mit rosa Grundton. Schmale Träger und ein weiter Schnitt mit Gummizug in der Taille sorgen für Tragekomfort und schmeicheln der Figur.

Das ärmellose Maxikleid besteht aus 95 % Polyester, 5 % Elasthan und ist bei 40 °C pflegeleicht waschbar. Das macht es zu einem idealen Begleiter für den Urlaub!

So schön wie das Kleid auch der Preis: das Kleid ist herabgesetzt und jetzt so lange der Vorrat reicht für 17,90 Euro* zu haben!

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Maxikleid mit Allover-Print

Hippie Kleid Maxikleid

Ebenfalls bei AboutYou.de: Ein richtiges Maxikleid aus reiner Baumwolle mit dem typischen floralen indischen Druck, an den wir uns aus den Siebzigern erinnern.

Dank der Naturfaser ist das Kleid mit den Spaghettiträgern auch an heißen Tagen sehr komfortabel, ein Unterkleid sorgt dafür, dass es nicht zu transparent wird. Waschbar ist das Modell im Indienlook bei 30 °C.

Das tolle Maxikleid kostet 39,90 Euro*.

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Maxikleid in Schwarz mit Stickerei

Maxikleid Hippiekleid Stickerei

Bei Asos ist das kleine Schwarze mit Stickerei aufgepeppt. Das fließende schwarze Kleid mit großzügigem V-Dekollete und langen Ärmeln erinnert durch die Stickerei ein wenig an die Gewänder von Beduinenfrauen.

Das Maxikleid aus luftiger Viskose macht tagsüber eine ebenso gute Figur wie beim Ausgehen am Abend – einfach die Accessoires ein wenig abwandeln, und schon wird aus Flower Power ein elegantes Kleid auch für festliche Anlässe.

Das schwarze Maxikleid kostet 67,99 Euro.

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Indienkleid im Kaftanschnitt mit langen Ärmeln

Hippiekleid Muster

Und noch ein langärmeliges Kleid, großzügig im Schnitt und mit seitlichem Reißverschluss. Das Kleid aus 100% Polyester ist im typischen Indienlook gehalten, bis hin zum Volant am unteren Rand.

Der Halsausschnitt ist mit einer gestickten Borte aus kleinen Perlen eingefasst, auch dies ein Element, das den klassischen Hippiekleidern aus Indien abgeschaut ist.

Das fließende, leichte Kleid gehört zur bc Kollektion von Heine, erhältlich bei Aboutyou.de für 69,90 Euro.

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Bedrucktes Kleid mit Unterkleid von Rick Cardona

Langes Hippie Kleid

Ein langärmeliges, senfgelbes Kleid aus leichtem, transparentem Stoff mit großem Blumenmuster, darunter ein farblich passendes Unterkleid mit Spaghettiträgern.

Taille und Ärmelbündchen des Kleides mit V-Ausschnitt sind mit Gummizug zusammengefasst.

Das leichte Kleid aus 100% Polyester ist leicht elastisch und bietet sich für einen Sommerurlaub im Süden geradezu an!

Erhältlich ist es bei Aboutyou.de für 69,90 Euro.

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Maxikleid EASTY von Breuninger

Hippiekleid Blumenmuster

Das Maxikleid von Breuninger mit seinen Volants an Ärmeln und Rocksaum erinnert mit dem exotischen Blumendesign ein wenig an japanische Kimonos. Das taillierte Kleid in Blautönen mit dem Rundausschnitt ist gefüttert.

Waschen kann man das leichte Modell, das aus 100% Polyester ist, bei 30 °C. Ein schönes, sehr feminines Blumenkleid, das auch abends bezaubert.

Bei Breuninger für 89,99 Euro erhältlich.

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Druckkleid von Rick Cardona

Abendkleid Hippie

Paisley-Muster einmal anders im langärmeligen Druckkleid mit Bindebändern.

Das Kleid zum Binden mit V-Ausschnitt ist in Petrol und Rot gehalten, Muster in Weiß und Türkis peppen das Design auf. Ein leicht elastisches, bequemes Hippiekleid, erhältlich bei Aboutyou.de, aus 100 % Polyester, gefüttert mit 95 % Polyester, 5 % Elasthan.

Das vielseitige Modell kostet 89,90 Euro.

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Pepe Jeans Kleid TITA

Hippie Blumenkleid

Diese langärmelige Maxikleid mit den Raglanärmeln ist weit und komfortabel.

Das fließende, luftige Kleid aus 100% Polyester wird in der Taille durch einen Tunnelzug gerafft und bezaubert durch die frische Farbe des Musters, in dem Türkis dominiert.

Waschbar ist das leicht elastische Kleid mit einem Design, dass an indianische Muster erinnert, bei 30 °C.

Auch dieses Hippie Kleid gibts bei Aboutyou.de – für 119 Euro.

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Geblümtes Maxikleid mit Trompetenärmeln mit Bindebändchen

Blumenkleid Hippie

Ein ausgefallenes Hippie Kleid – mit Trompetenärmeln, dabei aber schulterfrei!

Das schwarze Maxikleid mit leuchtend orangefarbenen Blumen von Horrockses ist außerdem seitlich geschlitzt und macht insgesamt einen raffinierten Eindruck.

Schön mit einer leichten Urlaubsbräune! Das hübsche Kleid in Satinoptik ist aus 100% Polyester und sollte chemisch gereinigt werden.

Erhältlich ist das Kleid des Kultlabels Horrockses bei Asos.de – nicht ganz billig mit 195,99 Euro.

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Maxikleid BLUSH von ba&sh

Boho Kleid Rosa

Das Hippie Kleid mit dem fröhlichen, hellen Blumenmuster in rot auf hellem Grund und dem Lochmotiv an der Taille wirkt schon auf den ersten Blick indisch.

Schön ist der lange, lockere Schnitt des leicht ausgestellten Kleides mit den kontrastierenden Paspeln.

Kleid und Futter sind aus 100% Viskose – das ist auch an heißen Tagen kühl und angenehm zu tragen und lässt sich gut waschen.

Ein Hippie-Klassiker, an dem Du viele Sommer lang Freude haben wirst.

Erhältlich bei Breuninger für 365 Euro.

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Twin-Set Maxikleid mit floralem Muster

Maxi Hippie Kleider

Das Maxikleid von SEVENTY ist aus luftig-leichter Viskose und hochwertig verarbeitet. Schön ist auch das florale Allover-Muster.

Das Blumenkleid mit tailliertem Schnitt hat einen V-Ausschnitt und lange Ärmel mit elastischen Abschlüssen. Der abgesetzte Rock ist gerafft, der Reißverschluss sitzt seitlich in der Naht.

Das schon sehr feine Modell, erhältlich bei Peek & Cloppenburg, ist sozusagen Hippie-Plus und darf nur eingeschränkt chemisch gereinigt werden.

Fein auch der Preis: 399,99 Euro!

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Seidenkleid Ananda von Hemant & Nandita

Maxikleid Boho Style

Das ärmellose, bodenlange Seidenkleid mit V-Ausschnitt ist ein wirklich edles Stück mit Indienmuster in ecru, türkis und orange. Mit seinem fließenden Schnitt umspielt das Hippie-Kleid der Luxusklasse die Figur. Der tiefe Ausschnitt ist von einer hübschen Borte aus Spitze und Zierperlen eingefasst, der Saum des Kleides von einer Wellenkante. Superschön und auf edle Weise bohemienhaft.

Das wunderschöne Seidenkleid darf nur gereinigt werden. Erhältlich bei Breuninger für 499,99 Euro.

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Und was trägt frau zum Hippie Kleid?

Zum richtigen Seventies-Outfit dürfen natürlich die Accessoires nicht fehlen. Wer lange Haare hat, darf sie mit einem Schal oder Stirnband schmücken. Auch Schlapphüte, am besten in passenden Farben, ergänzen ein Hippie Kleid ganz optimal.

Sonnenbrillen, die ein wenig der klassischen John-Lennon-Nickelbrille ähneln, passen zum Stil – es gibt sie in Flower Power Farben wie gelb und rosa getönt. Und eine Halskette mit einem Peace-Zeichen ist ein Muss. Je größer, desto besser!

Wir raten davon ab, barfuß zu gehen, wie es in den Siebzigern oft genug dazu gehörte – Riemchensandalen oder Espadrilles passen gut zum Hippie-Look und sind viel fußfreundlicher.

Jetzt kann der Sommer kommen!

* Angaben ohne Gewähr. Preise können sich seit der letzten Aktualisierung erhöht haben. Preise inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten.

Vintage Kleider auf dem Prüfstand

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Second Hand Mode

Es ist unter Modefreunden eine seit Ewigkeiten andauernde Diskussion. Die Frage nach dem Kauf von Kleidung aus erster Hand, neu und frisch von der Stange, oder aber die Suche nach den perfekten Fundstück im Second Hand-Laden. Was nämlich bei den einen als „Resteverwertung“ und „eklig“ verpönt ist, ist für andere die Essenz des Shoppens. Wir gehen das Thema Vintage Kleider einmal nüchtern an und haben uns gefragt, wo die Vor- und wo die Nachteile des Second Hand-Shoppens liegen.

Vintage Kleider Von links nach rechts: Missoni, Missoni, Issa

Vintage Kleider: Erste oder zweite Hand?

Ein wohl offensichtlichster Grund für das Shoppen in Second Hand-Läden ist ganz klar der finanzielle Aspekt. Wenn es darum geht, gute Schnäppchen zu schießen, sind diese Läden definitiv die richtige Anlaufstelle. Bei privat betriebenen Second-Hand Läden geht es weniger um große Umsätze, als um das „Eine Hand wäscht die andere“-Prinzip mit der ausgewählten Stammkundschaft.

Marc Jacobs, Missoni, Versace Second Hand Kleider Von links nach rechts: Marc Jacobs, Missoni, Versace

Zudem lässt sich mit der Hippie-Ladenbetreiberin deutlich besser handeln, als mit der H&M-Verkäuferin. So lassen sich immer mal noch ein paar zusätzliche Euros herausboxen.

Second Hand-Kleidung auf dem Prüfstand

Hin und wieder finden sich auch relativ neue Stücke, vielleicht sogar noch aus aktuellen Kollektionen zu günstigen Konditionen im Sortiment der Second Hand-Shops. Nicht selten stößt man auch auf das ein oder andere Designer-Teil vergangener Kollektionen. Muss ja niemand der Freunde (die sowieso keinen Plan von Mode haben) wissen, dass das Teil nicht mehr der ganz heiße Scheiß ist, solange man sagen kann, man trägt ein echtes Chanel- oder Gucci-Kleid. Spezielle Stücke lassen sich hier alle allemal finden, wenn – und das führt uns direkt zu Punkt drei – man geduldig ist und lange genug sucht.

Missoni, Simona Barbieri, Escada Vintage Kleider Von links nach rechts: Missoni, Simona Barbieri, Escada

Der Witz ist nämlich, dass das Stöbern in den einschlägigen Läden wieder den Urtrieb des Shopping-Freaks weckt. Unterhaltsames, stundenlanges Suchen nach dem perfekten Kleidungsstück. Mit dem Unterschied, dass man hier nicht einfach Berge von immer demselben Kram durchwühlt, sondern ein Unikat nach dem nächsten analysiert. Und natürlich anprobiert, auswählt, und dann doch nicht nimmt. Es sich wieder nochmal anders überlegt und dann wieder etwas anderes, besseres findet. Und daran Spaß hat. Die Essenz des Shoppens eben.

Was gegen Second Hand Kleidung spricht

Doch auch die Nachteile des Second Hand-Shoppings sind so offensichtlich wie häufig gerechtfertigt. Viele Leute fühlen sich aus nachvollziehbaren Gründen in Kleidung unwohl, die von anderen, fremden Menschen vor ihnen getragen wurden. So empfinden manche Menschen ein Unwohlsein bei Vintage Fashion. Sie werden auch nach dem zehnten Waschen der Vintage Kleider nicht das Gefühl los, in „fremder“ Kleidung zu stecken.

Christian Dior, Tory Burch, Marni Vintage Kleider Von links nach rechts: Christian Dior, Tory Burch, Marni

Zudem hat man bei Second Hand Kleidern nie die einhundertprozentige Fälschungssicherheit. Da die Quellen der Vintage Kleider meist nicht eindeutig ersichtlich sind, besteht immer ein Restrisiko, gefälschte Ware zu erwerben, was peinlich werden kann, wenn man damit einem Kenner unter die Augen tritt. Ruck-zuck findet man sich in einem peinlichen Moment wieder. Zum Beispiel, wenn man von einem, der etwas von Mode versteht als jemand erkannt wird, der offensichtlich kein Problem hat, billige Kopien am Leib zu tragen.

Schlussendlich bleibt der vermeintliche Nachteil mit Second Hand Kleidern, immer der Zeit ein Stück hinterherzuhinken, denn im Normalfall sind die Stücke mindestens aus der letzten oder noch älteren Kollektionen. Ausnahmen bestätigen jedoch hier, wie bereits erklärt, die Regel.

Prada, Diane von Furstenberg, Lanvin Vintage Kleider Von links nach rechts: Prada, Diane von Furstenberg, Lanvin

Retro ist immer IN

Man kann aus diesem Nachteil jedoch kurzerhand einen Vorteil machen. Der Trick ist, bewusst Kleider zu wählen, die aus längst vergangen Zeiten stammen. Aus genau diesem Grund ist jeder Second Hand-Laden ein Mekka für alle die auf den Look der 50er, 60er, 70er, 80er oder 90er stehen. Und da Retro und Vintage nach wie vor zieht, warum dann nicht gleich an der Quelle danach suchen? So kann man sich sparen, künstlich überteuerte, auf alt gemachte Ware zu kaufen.

Michael Kors, Diane von Furstenberg, Alexander McQueen Second Hand Kleider Von links nach rechts: Michael Kors, Diane von Furstenberg, Alexander McQueen

Dass diese Strategie durchaus angewandt wird, ist leicht zu erkennen. Zum Beispiel alleine daran, wie Second Hand-Shopping gerade in den letzten Jahren auf ein neues Level gebracht wurde. Man denke nur an den Aufstieg von Online-Auktionshäusern wie eBay. Das WWW ist ein Paradies für Second Hand-Shopper auf der Suche nach Liebhabersachen zu Schnäppchenpreisen geworden. In diesem Sinne: Keep the Spirit alive und die Augen offen.

Cos, Issa, Armani Retro Kleider Von links nach rechts: Cos, Issa, Armani

Recycled Fashion – Nachhaltigkeit als Programm der Mode

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In den letzten Jahren hat sich bei den Designern ein klarer Trend abgezeichnet: Die Kleidung wird nicht nur immer kreativer, sondern kümmert sich auch um die Belange der Umwelt. Egal ob Materialien oder die Verarbeitung in Betrieben mit besonders hohen Umweltschutzrichtlinien, Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde.

Recycled Fashion: ein neuer Trend?

Der Feldzug der umweltbewussten Mode begann schon in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Durch die Stärkung des ökologischen Bewusstseins in der Mehrheitsgesellschaft (vor allem aber auch durch den Einfluss der Grünen Partei in Deutschland) wurde ökologische Rücksicht zum Trend. Dieser schlug sich nicht nur in der Ernährung nieder oder bei Richtlinien für den Ausstoß von Schadstoffen. Er schwappte auch direkt in die Ateliers der Designer und hinterließ dort einen starken Eindruck.

Recycled Fashion nachhaltige Mode

Jedes Jahr produziert jeder Deutsche durchschnittlich 15kg an „Modemüll“. Damit ist keine schlecht designete Ware gemeint, sondern der Abfall, den wir jedes Jahr an Hosen, Schuhe, Hemden, Socken und Unterwäsche produzieren. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, wurden nicht nur die Kleiderspenden ins Leben gerufen, sondern auch eine völlig neue Art Kleider zu produzieren erfunden. Die Recycled Fashion und ihre Jünger arbeiten mit gebrauchten Stoffen aus alten Kleidern. Sie nutzen diese, um neue Klamotten herzustellen.

Was anfangs eher in die DIY Kategorie einzuordnen war und sich als Hobby junger Menschen ausnahm, wurde über die Zeit zu einem echten Trend, der auch etablierte Designer inspirierte. Mittlerweile gibt es sogar professionelle Labels, die ausschließlich mit schon einmal benutzten Stoffen arbeiten und in der Lage sind tolle Kleidung zu entwerfen. Dabei sind die Grenzen der Fantasie noch lange nicht erreicht, auch wenn die DIY-Designer, die meist jung und besonders verspielt sind, schon satt vorgelegt haben.

So funktioniert Recycled Fashion

Egal ob das Kleid aus dem dicken Vorhang von Großmutter, das Hemd aus einer alten Baumwolltasche oder die Bluse aus Papas ausgetragener Hose – die Ideen für Recycled Fashion sind so vielfältig wie die Farben in der Natur. Doch an wen richtet sich die ausgefallene Mode, die sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut?

Die Kundinnen sind in der Mehrzahl nicht die Frauen, die wir bei den Haute Couture Wochen in Paris sehen können, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass sich dies in den nächsten Jahren und Jahrzehnten durchaus ändern kann. Vor allem junge Frauen und Männer, die unangepasst sind und nicht einverstanden mit der Mentalität einer Wegwerfgesellschaft, tragen Recycled Fashion. Denn Recycled Fashion ist eben nicht die Mode von der Stange wie wir sie aus den ewig langweiligen Großketten und Warenhäuser kennen, sondern sie ist individuell und kann eine besondere Geschichte repräsentieren. Die meisten Schneideateliers, die Recycled Fashion machen und zum Verkauf anbieten, haben noch zusätzliche Services. So kann man Beispielsweise die Bluse der Großmutter, die man sehr liebt oder geliebt hat, mitbringen und sich daraus ein neues Kleidungsstück schneidern lassen. Das Endprodukt ist nun aber nicht einfach nur irgendein Kleidungsstück, sondern es hat die Geschichte der Familie aufgenommen.

Meiner Meinung nach gibt es einfach nichts schöneres, als die Gelegenheit, die Geschichte eines Kleidungsstücks zu erzählen – und Recycled Fashion lädt geradezu ein, Kleider unsterblich zu machen. Wem die Idee von Recycled Fashion befremdlich anmutet, dem kann versichert sein, dass sie keinesfalls ein Ausdruck von Armut oder unsicheren Verhältnissen ist. Es gibt durchaus Designer, die sogar ausschließlich gebrauchte Designer Labels wie Chanel oder Armani ankaufen, auseinander nehmen und zu neuen Kleidungsstücken zusammennähen. Einfach großartig, wie sich der DIY-Style in die Welt der etablierten Mode vorgearbeitet hat und nun die Herzen der jungen Damen erobert. Und nicht nur das ist wichtig. Auch die Natur profitiert davon!

Kleider ausmisten für Profis – wie ich es schaffe, mich von meinen Kleidern zu trennen

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Jede Frau wird es wahrscheinlich kennen oder zumindest davon gehört haben: Kleidersucht. Diese offenbart sich nicht nur im exzessiven Kaufrausch, sondern auch in der Tatsache, das irgendwann die komplette Wohnung nur noch mit Kleidern voll gehangen ist. Wer sich frei davon machen will, dem bleiben wenige Optionen, schließlich muss der brechende Kleiderschrank ja Platz hergeben. Es bleibt also nichts als eine ordentliche Ausmistung. Doch auf was muss Frau achten, wenn sie sich von alten Kleidern trennt und wie kann man noch einen kleinen Profit daraus schlagen? Der Artikel will ein paar Antworten auf diese Fragen liefern und hofft, etwas Klarheit ins Dunkel zu bringen.

Kleider ausmistenAusmisten oder nicht?

Kann man das überhaupt noch tragen…?

Diese Frage stellen sich viele Frauen, kommen aber zu keinem rechten Ergebnis. Ende vom Lied ist, dass man das diskutierte Kleidungsstück wieder in den Schrank hängt, bis es über die Monate und Jahren von Motten zerfressen wird und man es dann sowieso wegschmeißen muss. Wenn der Kleiderschrank aus allen nähten Platz, sollte aber eher zur Tat geschritten und gehandelt werden. Häufig befinden sich darin nämlich Kleider, die weder zeitgemäß sind, noch zur aktuellen Figur passen. Hier sollte zuerst angesetzt werden, wenn man etwas loswerden will. Alles passende wird von unpassendem getrennt und auf unterschiedliche Haufen gelegt. Sicherlich verbindet man mit einigen dieser Kleidungsstücke eine tolle Geschichte und Erlebnisse, die Frau nicht missen will. Doch diese Emotionalisierung ist pures Gift fürs Ausmisten. Es hält davon ab, Entscheidungen korrekt treffen zu können und das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.

Auch Farben, die heute gar nicht mehr gehen und Schnitte, die heute jede Katze auf den Baum schnellen lassen, gehören in den Sack. Eine Frage, die zusätzlich gestellt werden sollte, ist die nach der Kombinationsfähigkeit der Stücke. Also: Kann ich das Kleid heute noch zu aktueller Mode tragen? Passen die Accessoires noch dazu? Sollten diese Fragen mit nein beantwortet werden, dann kann das Kleidungsstück schnell von der Bildfläche verschwinden. Kleiner Tipp: Stücke, die man nie trägt, die werden auch durch längeres Warten nicht schöner.

Kleider ausmisten

Wegschmeißen, Verkaufen oder Spenden?

Wer sich dazu durchgerungen hat, ein paar alte Kleider aus dem Schrank zu sortieren, dem bleiben unterschiedliche Optionen, wie man damit verfahren kann. Die einen schmeißen alles rigoros in den Müll, andere verkaufen oder spenden. Doch was ist richtig und was nicht? Wegschmeißen sollte man wirklich nur die Kleider, die man gar nicht mehr tragen kann, oder die modisch gar nichts mehr hergeben. Aber selbst bei den altbackenen Stücken, kann heute noch viel gemacht werden. Es gibt Secondhandshops, die daraus neue, zeitgemäße Mode nach Maß fertigen. Wer sich also gar nicht von einem Kleidungsstück trennen kann, der sollte diese Option ins Auge fassen. Auch der Verkauf von alten Kleidern ist eine gute Idee. Gerade Designerware lässt sich im Internet meist zu guten Preisen verkaufen. Allerdings sollte man vorher einige Informationen einholen. Die Preise können stark schwanken und man sollte darauf achten, für ein Stück nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig zu verlangen. In Auktionshäusern im Internet, lassen sich abgelaufene Auktionen aufrufen, Startgebote und Gebote also leicht vergleichen. Ein Trick, der wirklich helfen kann und so wahrscheinlich den ein oder anderen Euro mehr ins Portemonnaie spült. Eine dritte Option ist das Spenden. Gerade Frauenhäuser und Unterkünfte für wohnungslose Frauen, freuen sich, wenn sie Kleiderspenden erhalten. Will man spenden, dann sollte darauf geachtet werden, dass die Kleidung noch im guten Zustand ist. Spenden bedeutet nicht, einen alternativen Kleidercontainer anzusteuern, sondern etwas abzugeben, dass man übrig hat. Persönlich finde ich diese Option toll und die Einrichtungen freuen sich immer über Mithilfe aus der Bevölkerung.

Die Resort-Kollektion von Michael Kors – klassischer als gedacht

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Nachdem sich Karl Lagerfeld mit Chanel in diesem Jahr auf die Reise nach Shanghai begab und damit neues Ufer für die Modeindustrie in Asien erschloss, zeigten sich andere Designer und ihre Kollektionen in ihren Heimstätten. New York ist ein solcher Ort, der die Modebranche jedes Jahr anzieht. Kein Wunder also, das Modeikone und All American Designer Michael Kors seine Resort-Kollektion im Big Appel auftragen ließ.

Kors, den viele von seiner Teilnahme als Jury-Mitglied an der beliebten Show „Project Runway“ kennen, liebt – so die eigen Auskunft zu Beginn seiner letzten Show – die Resort-Kollektionen. Was Kors fast so sehr liebt wie das Kreieren von Mode, ist das Reisen. Reisen sind für ihn Inspiration und Ruhe gleichermaßen. Kein Wunder also, dass es für die Resort-Kollektionen, die ihren Ursprung im Reisen haben, dieses Jahr etwas ganz Besonderes sein musste. Während man in anderen Häusern oft den Strand und das Meer als Motiv für die „Zwischenzeiten-Kollektionen“ findet, hat Kors dieses mal neue Akzente gesetzt. Ein Reise nach Palm Springs war der kreative Motor, aus dem sich Kollektion speist, die unverkennbare 70s-Momente besitzt.

Wundervoll ist an dieser Kollektion vor allem die Tragbarkeit der Mode. Resort ist zwar schon immer wesentlich legerer gewesen als die Haute Couture aber Kors Kollektion legt darauf noch einmal besonderen Wert. Besonders toll zu beobachten: Michael Kors behält wieder seine unglaubliche Vielfältigkeit bei. In diesem Sommer zeigt er uns eigentlich alles, vom Mantel bis hin zum Bikini. Es ist genau dieser Mix und diese Umtriebigkeit, die Kors Mode so interessant und immer spannend macht.

Doch werfen wir einmal einen Blick direkt hinein in die neue Resort-Kollektion. Wie gerade erwähnt, ist die Vielfältigkeit das bestimmende Moment. Kors sagt selbst über die Kollektion, das sie nicht von einzelnen Teilen getragen werde, sondern der Mix das Entscheidende ist. Letztlich macht dieser Mix auch den Erfolg aus. Kein Wunder also, dass wir bei Farben und Mustern die komplette Palette vorgelegt bekommen. Egal ob Aufsehen erregende Giraffe, Leopard oder einfach Farben und Pailletten – es war wirklich alles im Mix inbegriffen, das sich kombinieren ließ. Definitive Highlights sind die langen Mäntel mit All-over Leopardenprint. Sie wurden mit unauffälligen, aber überlangen Baumwollhosen kombiniert. Die Kombination aus der Farbe Braun und Leopardenmuster kehrt in seiner Kollektion übrigens öfter wieder und funktioniert auch bei Oberteilen und Röcken. Die Rocklängen sind bei Kors dieses Jahr etwas länger und klassischer als wir sie vielleicht von anderen Resort-Kollektionen kennen. Immerhin ist die Resort-Kollektion ja für die Reise und Urlaubszeit gedacht und von daher traditionell mehr auf Sommerreise und Wärme ausgerichtet – kommt also durchaus mit weniger Stoff aus.

Ein anderer bedeutender Aspekt der Kollektion ist die Verarbeitung von Leder. Hier kommt Kors ganzes Genie zum Tragen, denn um Leder im Sommer ins richtige Licht zu rücken, bedarf es einer guten Idee und jeder Menge Kunstfertigkeit. Die Lederröcke mit seitlichen Taschen und die Lederkleider mit Frontzipper lassen sich nicht lumpen und strahlen große Femininität aus, lassen aber auch etwas von Aggression und Härte spüren, die nicht unbedingt zu jeder Frau passen. Noch besser haben mir da die dreifarbigen Kleider gefallen, die mit passenden Accessoires einfach grandios sind. Die sehr weichen und cremigen Farben passen genau in den Sommer, lassen sich aber auch noch im Herbst perfekt tragen. Die Accessoires spielen in Kors neuer Kollektion eine außerordentliche Rolle. Vor allem die Gürtel kommen in großer Zahl daher und decken quasi das komplette Spektrum von klein, zierlich und dezent bis super breit und opulent ab. Kors hat wirklich eine tolle Kollektion geschaffen, die sich auch vor den anderen Resort-Kollektionen von Chanel, Fendi und Co. nicht verstecken muss.

Die teuersten Kleider aller Zeiten – Teil 1

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Wer schon einmal Designerkleider von Chanel, Louis Vuitton und Yves Saint Laurent in der Hand gehabt hat und zufällig auf das Preisschild geschielt hat, der wird sich des Eindrucks nicht erwehrt haben können, dass es sich bei vielen Kleidern um irre teure Stücke handelt. Doch was ein paar tausend Euro für uns sind, das ist für die Ultrareichen kaum der Rede wert. Denn die Damen der Highsociety tragen noch viel teurere und exklusivere Mode. Um das ganze Ausmaß des Wahns nachvollziehen zu können, hier eine Top-Ten der kostspieligsten Kleider der Welt.

Platz 10. Das Hochzeitskleid von Grazia Patricia (65.000$)

Wahrscheinlich kennt jeder Grazia Patricia – zumindest die älteren Semester unter uns werden sich noch gut an sie erinnern können. Die Frau, die einst als Filmstar Grace Kelly bekannt wurde und später Fürst Rainier von Monaco heiratete, ließ sich eines der bis dahin teuersten Hochzeitskleider auf den Leib schneidern. Das Kleid kostete in den späten 50ern über 8.000 Dollar. Ein Preis, der heute nicht mehr gigantisch erscheint. Aufgrund der Inflation muss man ihn allerdings umrechnen, was das Kleid heute etwa 65.000 Dollar kosten ließe. Entworfen und gefertigt wurde das Schmuckstück von Designerin Helen Rose aus einhundert Meter Seide. Selbst über den tragischen Tod der Fürstin hinaus, blieb das Hochzeitskleid ein strahlender Stern der Erinnerung an eine bessere Zeit im Fürstentum von Monaco.

Platz 9. Lady Dianas Indian Dress (66.000 Pfund)

Um es gleich zu sagen: einige der teuersten Kleider der Welt wurden von Lady Diana getragen oder für sie designet. Das Indian Dress, welches sie zu ihrem Staatsbesuch 1992 trug, war ein Traum in rosa Seide und wurde in hunderten von Arbeitsschritten gefertigt.

Meiner Meinung nach eines der elegantesten Kleider, die je bei einem Staatsempfang getragen wurden.

Platz 8. Christian Dior Herbst/Winter Kollektion 2007-2008 (ab 200.000 Dollar)

Wer sich im Jahre 2007-2008 mit Winterkleidern von Dior einkleiden wollte, der musste ganz schön tief ins Portemonnaie greifen. Alle Stücke, die Dior für die damalige Saison geschaffen hatte, hatten eines Mindestpreis von 200.000 Dollar – drunter war nichts zu haben. Die Kleider selbst erinnerten an die Märchen von Walt Disney und hatten etwas wirklich zauberhaftes –  mir persönlich sind sie allerdings etwas zu pompös.

Platz 7. Sarah Burtons Hochzeitskleid für Kate Middelton (400.000 Dollar)

Dieses Hochzeitskleid hätte Alexander McQueen sicherlich sehr gut gefallen. Sarah Burton, die neue Chefdesignerin des Hauses Alexander Mcqueen wurde die Ehre zuteil, das Hochzeitskleid zum Royal Wedding beisteuern zu dürfen. Dies war nicht nur eine große Ehre für Burton, die für den Anlass ein eher konservatives Kleid schuf, sondern dürfte auch das gesamte Label gefreut haben. Jeder wird sich noch an die Szene erinnern können, als William und sein Bruder Harry am Traualtar standen, Harry sich beim Eintreten Kates kurz umdreht und William zuflüsterte: She is beautiful. In dieser Situation wird es ganz bestimmt nicht nur glückliche Blaublüter gegeben haben, sondern  Sarah Burton wird stolz auf ihre Arbeit gewesen sein.

Platz 6. Prinzessin Dianas Kleiderkollektion (1,15 Millionen Dollar)

Im März 2013 wurden zehn von Lady Dianas Lieblingskleidern im Wert von 1,15 Millionen Dollar bei einer Auktion versteigert. Unter den Lieblingsdesignern von Diana waren Zandra Rhodes und Victor Edelstein. Lady Di war dafür bekannt, nicht nur eingesessene Designer zu unterstützen, sondern auch jungen Designern mit großen Ambitionen eine Chance zu geben, berühmt zu werden. Das der heutige Preis der Kleider aber so hoch ist, das wird man nicht nur der Handwerkskunst der Designer zu verdanken haben, sondern ist wohl unmittelbar an den tragischen Tod der Rose von England gebunden.

Paternblocking – Trend oder Fail?

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Paternblocking – Trend oder Fail?

Wenn selbst eingefleischte Modekenner sich verdutzt die Augen reiben; wenn man glaubt, alles schon gesehen zu haben und doch überrascht wird; wenn es wieder einmal jemand auf eine Spitze treibt, von der man kaum mehr dachte, dass man sie erreichen kann – dann weiß man, dass da modemäßig etwas am Kochen ist. Ein Thema, welches in Blogs, Artikeln und auf Fashionshows so unterrepräsentiert ist, doch andererseits so verrückt erscheint, dass es eigentlich die Welt im Sturm erobert müsste, ist das so genannte Paternblocking. Die Kombination zweier oder mehr unterschiedlicher Muster wurde definitiv bereits gesehen und existiert ganz offensichtlich. Doch hat diese Kleiderkombination – sofern man es überhaupt als „Kombination“ bezeichnen kann – das Zeug zu einem waschechten Trend?

Wir erinnern uns kurz. 2011, ein anderer Fashiontrend eroberte die Welt im Sturm. Plötzlich war es öffentlich akzeptiert froschgrüne Hosen zu marineblauen Sweatern und roten Handtaschen zu kombinieren. „Colorblocking“ hieß das Ding der Stunde und wird auch heute noch – wenn auch wieder in wesentlich kleineren Ausmaßen – gut und gerne betrieben. Die anfängliche Ablehnung vieler wandelte sich rasch zu Akzeptanz und schließlich wurde der Trend so groß, dass sich ihm kaum mehr jemand widersetzen konnte. Immerhin: Auch wenn Colorblocking durchaus zu Recht seine Eingewöhnungsphase verbrauchte, war der Trend schlussendlich nachvollziehbar und die logische Entwicklung des 90er-Comebacks der letzten Jahre.

Patternblocking als dessen Fortsetzung entwickelt sich hingegen unter komplett anderen Voraussetzungen. Colorblocking als sein Vorläufer war bereits für viele ein extrem provokanter Trend, der aber modisch für sich stand. Patterblocking hingegen basiert auf diesem Konzept und ist daher eine Weiterentwicklung, die es schon alleine deshalb schwerer hat, weil sie versucht, von der Provokation seines Vorgängertrends zu leben. Ob das ausreicht, um Paternblocking zu einem echten Trend zu machen, wird sich zeigen. Fest steht: Momentan ist die Verbreitung des Looks noch nicht so weit, als dass man hier bereits von einem ernstzunehmenden Trend sprechen könnte.

Dass Konzept ist dabei aber – so grenzwertig es sein mag – simpel genug, um von möglichst vielen möglichst leicht umgesetzt zu werden. Im Prinzip ist der Trick dahinter, lediglich zwei oder mehrere Kleidungsstücke mit unterschiedlichen Mustern miteinander zu kombinieren. So können beispielsweise gepunktete Kleider mit Herzchen-Handtaschen oder Tops mit Rosenmuster zu Hosen mit Karomuster kombiniert werden. Dabei handelt es sich jedoch erst um die Basics. Zusätzlich gibt es nämlich noch zahlreiche Abwandlungen, die teilweise belegen, dass Patternblocking – wenn auch in geringerem Umfang – offensichtlich bereits vor mehreren Jahren existierte.

Parallel zum Aufkommen des Colorblocking spielten bereits verschiedene Designer wie Celine, Walter Van Beirendonck oder  Dries Van Noten auch mit unterschiedlichen Mustern in diversen Outfits. Das Ergebnis waren vereinzelte Batikelemente, welche in einen sonst einheitlich karierten Herrenanzug eingearbeitet wurden oder karierte Krawatten zu Sakkos mit verspielten Aufnähern und Hosen mit abstrakten Blumenmustern.

Eine weitere Abwandlung, welche Zuspruch und immerhin auch in DIY-Blogs Erwähnung findet ist die Kombination aus Color- und Patternblocking. Einfarbige Kleidungsstücke werden etwa ab der Hilfe oder nur in bestimmten Abschnitten mit einem Muster überzogen und können dann – je nach Belieben – mit konträren oder aber farblich passenden Kleidungstücken kombiniert werden.

Auf diese Weise können auch Basic-Kleidungsstücke einen leicht verrückten Anstrich durch das Anbringen eines Patterns bekommen. Die Umsetzung ist dabei denkbar einfach und muss nicht unbedingt wie in diesem Beispiel durch das Zerschneiden des Tops erzielt werden. Schließlich lassen sich ähnliche Ergebnisse (jedoch ohne zusätzliche Naht) auch mit sauberem Abkleben der Stellen, die später einfarbig bleiben sollen, erzielen. Das Printen hingegen verlangt Kreativität und etwas Geschick, sollte aber den erfahrenen DIY-Spezialisten vor keine größeren Probleme stellen. Im Zweifelsfall wird, wie gewohnt, ein altes oder sehr günstiges Kleidungsstück für das Experiment benutzt.

Man sieht also: Das Spiel mit Mustern muss nicht notwendigerweise im epileptischen Anfall enden, sondern kann durchaus auch eher dezente Ergebnisse aufweisen. Welcher Patternblocking-Typ du bist, musst du selber entscheiden. Zurückhaltend und doch modern? Oder gleich auffällig- verrückt? So, oder so musst du dir klarmachen, dass Patternblocking (noch) kein Trend ist. Doch es kann schließlich auch nur zu einem werden, wenn es einige Verrückte gibt, die den ersten Schritt machen.

Verrückte Kleider – Abstraktion Pur!

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Mit der Modernen Zeit hat sich vieles Verändert. Die Erneuerung schuf viele Trends, so war es bei Schuhen, Kleidung usw. Die Stylewelt wäre langweilig geworden ohne Künstler die auch mal etwas verrücktes, ausgefallenes kreieren und damit Erfolg haben. Wir wollen uns heute solche Abstraktionen einmal bei Kleidern anschauen und sehen, wie die neuen Schöpfungen ankommen und uns gefallen. Wichtig ist auch die Frage ob der Designer eventuell das Potenzial mit seinem Kleid hat etwas ganz großes zu werden, einen aktuellen Trend zu schaffen.

Also dann, lets go:

Für mich eindeutig ein ausgefallenes Kleid, welches von der Designerin Venera Arapu kreiert wurde. Sie entwirft als selbstständige Designerin in Bukarest ihre Kleider.
Das Kleid hat die französische Bezeichnung Trompe l'oeil, vermütlich da es starke Ähnlichkeiten zu einem richtigen Trompe l'oeil aufweist, welches ein illusionistisches Gemälde ist, was Aufgrund seiner brillianten perspektivischen Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit erschafft.

Das Kleid lässt ja beim ersten hinsehen auch eine solche Beschaffenheit auf, dass man denkt die Frau hätte eine Jeans und ein Top an. Das Kleid ist aus Seide gefertigt und ich denke die Verarbeitung des Kleides sieht auch ansprechend aus. Das Kleid hat einen Bateau Ausschnitt und ist von vorn und von hinten bedruckt. Der Preis des Kleides beträgt 426.00 Euro.

Hier der Link zum Stück:

Verrückte Kleider – Abstraktion Pur!

Das nächste Kleid ist aus dem Label von Dean an Dan Caten, den Gründern von DSQUARED². Schon Stars wie Rihanna oder Justin Timberlake trugen die Klamotten von DSQUARED² dementsprechend ist das Kleid auch ziemlich teuer. Stolze 1730.00 Euro kostet das Kleid. Das Kleid erscheint erst am 31. März was bedeutet das es erst mal nur vor zu bestellen ist.
Der Artikel ist aus Nappaleder gefertigt, sieht für mich jedoch nicht wirklich nach einem Abendkleid aus, eher nach einem Dessous, da das Kleidchen sehr knapp geschnitten ist. Der Reißverschluss geht zu beiden Richtungen. Hergestellt wurde das Kleid übrigens in Italien.

Der Link zum Kleid:

Verrückte Kleider – Abstraktion Pur!

Nun noch ein Beispiel für ein untypisches Kleid in dem Sinne. Das drapierte Seiden Satin Kleid vom belgischen Designer Haider Ackermann, im Grausilberton gehalten mit individuellem Schnitt
und etwas schleppenähnlichem das aber auch als Schalersatz benutzt wird. Der Abschluss des Kleides ist etwas unterhalb des Knies um den Bauch ist eine massive Schnalle angebracht, das Kleid hat kein Ausschnitt und keine Fütterung. Es ist vermutlich für eine Abendgala gedacht. Der Kaufpreis des Kleides beträgt aktuell 1054.00 Euro.

Die schlimmsten Fashion-Fails der Filmfestspiele von Cannes

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In Cannes treffen sich die Schönen und Reichen. Jeder der etwas auf sich hält, zeigt, was er zu bieten hat – egal ob Geld, teure Autos oder die Couture der angesagtesten Designer. Das die Stars, die Reichen und die Promis aber nicht immer in die modische Trickkiste greifen, sondern gern mal voll daneben schlagen, das wissen wir seit den total verhunzten Schönheitsoperationen, falsch aufgespritzten Lippen, abrasierten Haaren und Federkleidern, die an Tiffy aus der Sesam Straße erinnern. Doch was waren die wirklich schlimmsten Fashion-Fails der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes? Dieser Artikel will euch mit auf eine Reise ins Land der modischen Absurditäten nehmen.

Emmanuelle Seigner – Ein Albtraum in Rot

Ich muss zugeben, dass ich – bevor ich das Bild von Emmanuelle Seigner in ihrem roten Kleid zum ersten Mal gesehen hatte – überhaupt keine Ahnung davon besaß, dass es diese Frau überhaupt gibt. Für alle, denen der Name auch jetzt noch nichts sagt, sei festgestellt, dass die ehemalige Schauspielerin die Frau von Roman Polanski ist. Polanski ist durch Filme wie Rosmarys Baby und Der Pianist bekannt geworden, hat in den letzten Jahren aber vor allem durch negative Aspekte von sich reden gemacht – denn angeblich soll er vor einigen Jahrzehnten eine Minderjährige sexuell missbraucht haben. Natürlich kann nichts mit einem solch schrecklichen Verbrechen verglichen werden, aber das Kleid von Emmanuelle Seigner war trotzdem ein echter Fashion-Fail. Seigner trug ein rotes Seidenkleid mit einem Ausschnitt, der kurz über dem Bauchnabel aufhörte und seitlich so lang eingeschnitten war, dass sogar Seigners Unterwäsche zu sehen war. Mancher Mann mag jetzt denken: Na und! Sexy Frauen mit einem Hauch von nichts – das ist doch Klasse. Meiner Meinung nach trifft dieses Aussage aber nicht unbedingt für Frauen Mitte vierzig zu. Auch sie können wunderbare Figuren haben und junge Mode tragen – keine Frage. Allerdings ist einigen Frauen – und hierzu gehört Emmanuelle Seigner – doch angeraten, mit etwas modischer Würde auf die Veränderungen des Körpers zu reagieren. Oder der Männerwelt wenigstens ein bisschen Fantasie übrig zu lassen, anstatt gleich alles zu enthüllen.

Jessica Biel – Who killed the Swan?

Ich war schockiert, als ich Jessica Biels Kleid zur Premiere von Inside Llewyn Davis vor die Augen bekam. Auf den ersten Blick ein wunderschönes Kleid, dass ganz auf der Welle der beliebten ornamentalen Verzierungen schwimmt und damit eigentlich voll im Trend liegt. Auf den zweiten Blick allerdings (der Blick von der Hüfte abwärts) offenbart sich Schreckliches. Das Unterkleid schien nämlich komplett aus dichtem Federkleid von Schwänen zu stammen. Dies ist aber lange noch nicht das Ende vom Lied. An den Seiten des Unterkleides standen die verlängerten Flügelspitzen eines Schwanes fast bis zu den Knöcheln der Schauspielerin heraus. Das Kleid ist so täuschen echt verarbeitet (oder wirklich echt?), dass man glatt denken könnte, Biel habe sich bis zur Hüfte in das Präparat eines Schwanes hineingezwängt. Meiner Meinung nach war dieses Outfit ein absolutes No-Go. Das denke ich nicht, weil ich ein besonders inniges Verhältnis zu Tieren habe, sondern weil dieses Kleid tatsächlich martialische Fantasien bedient oder anregen kann.

Bai Ling – Was ist nur mit dir passiert?

Bai Ling hat mich früher bezaubert – nun ist es das zweite Mal, dass ich sie auf einer Liste der schlimmsten Fashion-Fails führen muss. Zur Premiere von Behind the Candelabra trug die chinesisch-amerikanische Schauspielerin schwarze Hosen mit Totenköpfen und ein bauchfreies Oberteil mit überspitzen, herausragenden Schultern. Auf einer Halloween-Party mag so ein Outfit gut ankommen – für Filmfestivals ist es allerdings denkbar ungeeignet.

Da die Liste der Fashion-Fails von Cannes 2013 noch um einiges länger ist, werden wir in einem zweiten Artikel noch detaillierter auf andere Modesünden eingehen.

Sarah Burton für Alexander McQueen im Herbst/Winter 2013

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Sarah Burton für Alexander McQueen im Herbst/Winter 2013

Die diesjährige Pariser Modewoche war mal wieder das Mekka für alle Modejünger Europas und den Rest der Welt. Die angereiste Presse war genauso zahlreich vertreten wie die berühmten Liebhaber der internationalen Mode. Neben Chanel, Miu Miu, Valentino und Co. war natürlich auch das Label Alexander McQueen mit von der Partie. Da Alexander McQueen im Jahre 2010 auf tragische Weise ums Leben kam, übernahm nach seinem Tod die umtriebige und super talentierte Designerin Sarah Burton das Zepter der Marke. Als Nachfolgerin von McQueen hat sich Sarah Burton bereits einen großen Namen gemacht. In der britischen Presse wird sie für ihre kreativen Ideen und ihre Bodenständigkeit gefeiert. In den letzten Jahren konnte sie außerdem fast jeden Modepreis abräumen, den das Business zu bieten hat.

Mit ihrer Kollektion für Herbst/Winter 2013/2014 zeigte sie, wieso sie all die Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient hat. Ganz im Sinne Alexander McQueens designte sie extravagante Mode, die dem Namen der Marke alle Ehre macht. Ihre Kollektion war vielleicht die kreativste und kritischste der Pariser Fashion Week 2013. Thema waren historische Kostüme, Religion, Kirche und Autorität. An dieser Kollektion war wirklich fast alles Haute Couture. Besonders herausragend waren die Spitzenkleider, die aufwendig bearbeitet wurden und einen weiten Reifrock besitzen. Bei Alexander McQueen wurde speziell darauf geachtet, dass viel Pomp und Opulenz in der Kollektion auftaucht. Das zeigte sich nicht nur in der Weite der Röcke, sondern wurde auch durch die edlen Materialien zum Ausdruck gebracht. Manche der kostümartigen Kleider waren komplett mir Perlen besetzt. Es ist anzunehmen, dass sich dies nicht nur im Preis der Kleider widerspiegeln wird, sondern den Näherinnen des Hauses eine wahnsinnige Arbeitet bereitet haben wird.

Wer kein Fan von Perlen ist, der wird sich vielleicht von den See-Through-Stücken der Kollektion angesprochen fühlen. Die transparenten Stücke sind super edel verarbeitet und erzeugen einen interessanten Gegensatz. Einerseits wirken die Kleider als seien sie direkt aus dem Absolutismus entsprungen, der für seine engen gesellschaftlichen Schranken und die Prüderie bekannt war, anderseits ist die Transparenz der Stücke einfach super feminin und sexy. Bei diesen Kleidern trifft sich der Look der Tänzerin, mit dem des Adels und der Aristokratie. Wer die Kollektion im Ganzen gesehen hat, der wird sich wohl am ehesten an den „Gesichtsschutz“ der Models erinnern. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das Perlennetz, dass die Models um den Kopf trugen, wirklich ein Schutz sein sollte oder doch eher ein Käfig. Zwar wirkt dieses sehr getragen und royal, aber es verbirgt das Gesicht und symbolisiert eine gewisse Unfreiheit. Es ist mir nicht ganz klar, was Sarah Burton damit zum Ausdruck bringen wollte, aber ich denke, dass der Konflikt zwischen Reichtum und Standesgesellschaft und der Freiheit herausgearbeitet werden sollte.

Was Sarah Burton höchstwahrscheinlich nicht wusste, war, dass sich in England ein neuerlicher Missbrauchsskandal im Zusammenhang mit britischen Priestern anbahnen sollte. Ihre Kollektion, die sich kritisch mit den Figuren des Klerus auseinandersetzte, wurde dadurch noch viel aktueller. Sarah Burton, die diese Kollektion hochschwanger kreiert hat, hat zwar nur 10 Stücke auf den Laufsteg gebracht, aber diese haben es in sich. Sie verkörpern den Geist von Alexander McQueen und bieten Stoff zum diskutieren und zum philosophieren. Sehr spannend bleibt, dass sich Sarah Burton mit ihrer Kollektion kaum an der Mode der neuen Saison orientiert. Alle Trends, die wir bei den Designern der diesjährigen Pariser Fashion Week gesehen haben – seien es Reptilienleder, knallige Farben oder oversized Fashion, schienen Sarah Burton nicht zu interessieren. Wundervoll, dass sie uns als eine der wenigen Designerinnen etwas völlig anderes gezeigt hat und somit darauf hinweist, dass es am Ende des Tages nicht nur darauf ankommt, Mode zu machen, die sich verkaufen lässt, sondern auf die Freiheit des Geistes und die kreative Arbeit.

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